Interdisziplinäres Team findet neue Wege für die PCD-Forschung

 

Bei der Primären Ciliären Dyskinesie (PCD) handelt es sich um eine sehr seltene erbliche Systemerkrankung, die bei Betroffenen u.a. zur Sekretretention und in Folge zu einer chronischen Entzündung und oft auch chronischen Infektion der Atemwege führt. Bisher wurde die weitere Erforschung dieser Erkrankung durch das nur in geringem Umfang für Untersuchungen zur Verfügung stehende Zellmaterial erschwert. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit gelang es BREATH WissenschaftlerInnen nun, induzierte pluripotente Stammzellen herzustellen, mit denen unbegrenzte Mengen an Untersuchungsmaterial hergestellt werden können.

 

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Hochdurchsatzverfahren und Stammzelltechnologie unterstützen die Suche nach CFTR-Modulatoren

Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulrich Martin (rechts), Dr. Ruth Olmer (links) und Dr. Sylvia Merkert (Mitte) Quelle: Karin Kaiser / MHH

 

Die genetische Lungenerkrankung Mukoviszidose ist bisher nicht heilbar. Lediglich für bestimmte Mutationsformen ist seit November 2015 in Deutschland die erste Therapie mit CFTR-Modulatoren (CFTR = cystic fibrosis transmembrane conductance regulator) zugelassen, die eine ursächliche Therapie des krankheitsverursachenden, defekten CFTR-Ionenkanals ermöglichen. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulrich Martin und Dr. Ruth Olmer entwickelten an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein Verfahren, um mittels krankheitsspezifischer, induzierter pluripotenter Stammzellen (iPSCs) im Hochdurchsatzverfahren weitere mögliche CFTR-Modulatoren zu identifizieren.

 

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BREATH-Forscherin entwickelt Protokoll zur Generierung großer Mengen Endothelzellen

Quelle: MHH / Figiel Dr. Ruth Olmer, Wissenschaftlerin bei BREATH und Arbeitsgruppen-leiterin am LEBAO an der MHH. Quelle: MHH / Figiel

 

Endothelzellen (ECs) sind an verschiedensten zellulären Prozessen beteiligt, wie z.B. der Immunantwort, Entzündungen und Regulation des Blutflusses. Sie werden in Zelltherapien verwendet und sind eine wichtige Komponente bei der Herstellung von Gewebekonstrukten sowie in in vitro Krankheitsmodellen. Obwohl die Isolierung primärer ECs aus verschiedenen Quellen gezeigt werden konnte, stellt die Generierung ausreichender Zellmengen in stabiler Qualität noch immer eine Hürde dar. Dr. Ruth Olmer konnte nun ein skalierbares Protokoll zur Generierung von ECs aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen entwickeln.

 

 

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