Tissue Engineering allgemein

Mit Methoden des Tissue Engineering sollen Implantate zur Wiederherstellung oder für den Ersatz geschädigter Organe entwickelt werden. Dazu werden biologische Matrixstrukturen und primäre gewebetypspezifische Zellen verwendet. Der optimale Ersatz von erkranktem oder zerstörtem Gewebe bzw. von Teil-Organen (z.B. Herzklappen, Gefäße, Gefäßklappen) erfolgt durch autologe (patienteneigene) Zellen, die auf eine Matrix aufgebracht werden. Schwerpunkt der Laborarbeit liegt derzeit im Bereich der Zell- und Entwicklungsbiologie sowie der Zellkulturtechnik. Durch die zur Verfügung stehenden biomedizinischen Technologien sollen Form und Funktion des erzeugten bioartifiziellen Gewebes soweit in einem sogenannten Bioreaktor in vitro „vorgefertigt“ werden, dass vitales Gewebe dann in Patienten implantiert werden und abschließend in vivo durch körpereigene Prozesse die endgültige Stabilität und volle Funktion erreicht. Durch die Verwendung körpereigener Zellen des späteren Implantatempfängers sollte

 

  • die Gefahr der Abstoßung minimiert werden,
  • auf den Einsatz von immunsuppressiven Medikamenten verzichtet werden,
  • die Übertragung von Infektionen ausgeschlossen werden,
  • das Mitwachsen des Implantats bei Kindern gewährleistet werden.
Auf Stammzellen basierendes Herzmuskelgewebe
Über Tissue Engineering hergestellte Herzklappe