INSTINCT - Induzierte pluripotente Stammzellen zur Identifizierung neuartiger Wirkstoffkombinationen für die Behandlung Cystischer Fibrose/Mukoviszidose-basierter Lungen- und Lebererkrankungen

 

 

Das Projekt INSTINCT wird aktuell im Rahmen von E-Rare-3, dem ERA-Netz für Forschung an seltenen Krankheiten, unterstützt.

Der INSTINCT-Verbund wird seit dem 1. Juni 2016 für 3 Jahre mit insgesamt 1,2 Mio € gefördert. Jeder Verbundpartner wird dabei durch die national zuständige Förderorganisation unterstützt. Für die deutschen Partner ist dies das Bundesministerium für Bildung und Forschung – BMBF.

 

 

 

Kurzbeschreibung des Projekts

Bei Mukoviszidose - oder auch Zystischer Fibrose (CF) - handelt es sich um eine genetische Erkrankung, die größtenteils die Lunge, aber auch andere Organe wie die Bauchspeicheldrüse, die Leber und den Darm betrifft. CF wird durch zahlreiche Mutationen im sogenannten CFTR-Gen hervorgerufen und bis heute gibt es zur Behandlung der meisten Mutationen keine wirksamen Medikamente. Die Suche nach neuen Wirkstoffen ist durch eine geringe Verfügbarkeit von Zellen, welche die entsprechende Mutation tragen, stark eingeschränkt. Im Projektverbund INSTINCT sollen aus diesem Grund induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) eingesetzt werden. Dazu werden neuartige Methoden des Genom-Engineerings angewendet und respiratorische Zellen werden aus den iPS-Zellen hergestellt, um ein automatisiertes Wirkstoffscreening zu ermöglichen. Die Suche nach neuartigen Wirkstoffen hat vor allem die Behandlung von Klasse 2-Mutationen, inklusive der häufigsten Mutation F508del, zum Ziel. Darüber hinaus werden unsere Arbeiten zu einem besseren Verständnis der Mukoviszidose und somit verbesserten Behandlungsmöglichkeiten führen.

 

 

Generierung Anwendung CF-spezifischer iPS-Zellen zum Wirkstoffscreening und als Krankheitsmodell. Blutzellen der Patienten können in iPS-Zellen reprogrammiert werden. Diese Zellen können dann genetisch modifiziert, expandiert und in CFTR-exprimierende Zellen der Atemwege oder des Gallengangs differenziert werden. Diese iPS-Zellderivate und auch patientenspezifische Primärzellen finden dann Verwendung a) bei der Untersuchung der molekularen Mechanismen des zugrunde liegenden krankhaften Phänotyps, z.B. um die molekulare Basis der unterschiedlichen klinischen Phänotypen in CF-Patienten mit den gleichen Mutationen zu verstehen, und b) beim Wirkstoff-Screening sowie bei detaillierten Untersuchungen zum Effekt der Wirkstoffe.

 

 

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